Unsere Galerie versteht sich als offenes Schaufenster für zeitgenössische Kunst mit Wurzeln im Graffiti und in der Urban Art. In regelmäßig wechselnden Ausstellungen präsentieren wir Künstlerinnen und Künstler, die aus dieser Szene kommen und ihre Ausdrucksform authentisch ist.
Das Konzept ist bewusst einfach und zugleich konsequent: Kunst soll nicht nur in geschlossenen Räumen stattfinden, sondern im Alltag sichtbar sein. Unsere Galerie liegt unmittelbar an einer Straßenbahnhaltestelle und einer Ampel, genau dort, wo Menschen warten, innehalten und hinschauen. Dieses zufällige Publikum wird unweigerlich mit der Kunst konfrontiert.
Ohne Schwellenangst, ohne klassische Barrieren entsteht so ein Raum, in dem Kunst frei zugänglich ist und Teil des urbanen Lebens wird. Ein kurzer Moment des Wartens wird zu einem Moment der Begegnung mit Kunst.
Der Künstler Robert Wilhelm hat es neu gestaltet, in den folgenden Fotos bekommt ihr einen Einblick in den Entstehungsprozess.
Seine reduzierten Zeichnungen empfand er als ideal für die Schaufenstergestaltung der galerie oans in Innsbruck. Die dargestellten Szenen und Momente sind ineinandergeschoben, unregelmäßig getaktet, abgehakt oder unterbrochen – ähnlich wie unser ständiger Blick auf ein digitales Endgerät, das den Alltag in viele kleine Sequenzen zerlegt und dabei oft Konzentration und Kontinuität auflöst. Im Zentrum steht die direkte Kommunikation vor dem Schaufenster: Mit Mitteln der Collagentechnik und den zwei Ebenen in Blau und Rot scheinen die einzelnen Elemente teils aus den Fugen zu geraten. In ihrem chaotischen Ineinandergreifen wirken sie manchmal isoliert, manchmal verbindend – und eröffnen so immer neue Perspektiven.
Lilee Imperator hat unser Schaufenster für die „Street Galerie 2025“ gestaltet. Hier seht ihr einige Bilder aus dem Entstehungsprozess.
Die Arbeiten von Lilee Imperator übermitteln innere Stärke und zelebrieren die Gabe sich in seiner eigenen Haut und Umgebung wohlzufühlen. „Imperator“ steht in diesem Sinne für Einfluss, Macht und Vertrauen zu seinem eigenen Sein. Die Künstlerin hat in ihren jungen Jahren verschiedene Ausbildungen genossen. Von Modedesign zu Computer-Programmierung und zuletzt Animation für Film und Spiele, nun vereint sie ihr gesammeltes Wissen in ihrer Kunst. Ihre Werke haben einen Wiedererkennungswert, welcher sich vor allem durch die fließende Anordnung der einzelnen Flächen und der kühlen Farbpalette auszeichnet.
Seit 2018 kreiert sie ihre eigenen Ausstellungen und setzt großflächige Wandprojekte im öffentlichen und privaten Raum um. Die gebürtige Tirolerin lebt derzeit in Frankreich und ist mit ihrer Kunst in verschiedenen Ländern vertreten.
Jonas Fliedl zeigt hier eine raumgreifende Installation - eine surreale, malerische Landschaft, die sich auf die Umgebung des Schauraums bezieht – und zugleich wie ein traumartiges Spiegelbild der Realität wirkt.
Mit schnellen, intuitiven Pinselstrichen wurde abstrakte, farblich harmonische Formen, die eine urbane Struktur andeuten, erzeugt.
Das Werk entstand nicht nach Plan, sondern entwickelte sich im Prozess. Entscheidungen fielen intuitiv, während sich Materialien fügten oder widersprachen.
Erweitert wird das Bild durch dreidimensionale Objekte. Fliedl verwendete vor Ort gesammelte Verpackungen und Abfallmaterialien, die er zu skulpturalen Elementen verarbeitete: abstrahierte Gebäude und comicartige Formen stehen miteinander im Dialog. Proportionen werden bewusst verzerrt – gewohnte Maßverhältnisse verlieren ihre Gültigkeit.
Farben wurden gezielt eingesetzt, um Stimmungen zu erzeugen, Kontraste zu schaffen und den Raum atmosphärisch aufzuladen. So entstand ein Szenario, in dem sich Realität, Abstraktion und urbane Erfahrung überlagern.
Clemens Bartenbach hat mit seinem Font „Roll it“ unser Schaufenster gestaltet, das durch seine außergewöhnliche Typografie auffällt. Der Font zeichnet sich durch eine fließende Schreibweise aus, bei der jeder Buchstabe in einem einzigen Schwung geschrieben werden kann. Geometrische Präzision, scharfe Kanten und kraftvolle Kurven treffen auf markante, kreisförmige Schnitte und verleihen der Schrift einen charakteristischen und zugleich modernen Ausdruck.
Die Installation OPULENT VERSTRICKT thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur, inspiriert von botanischen Konservierungsmethoden und nostalgischen Nationalpark-Souvenirs der 1960er Jahre. Sie lädt zur sinnlichen Aktivierung und symbolisiert ein Geflecht aus menschlichem Einfluss und lebendiger Natur, das zum Innehalten anregt.
Ausgangspunkt ist die neue Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Nord- und Osttirols, die über 3000 gefährdete Pflanzenarten dokumentiert. Diese Publikation, entstanden aus zehn Jahren Forschung, unterstreicht die Bedrohung der Artenvielfalt und erinnert daran, dass der Mensch untrennbar mit der Natur verbunden ist – eine Verbindung, die durch menschliches Handeln zunehmend gefährdet wird.
Unser Schaufenster wurde von Fresher, einer Schlüsselfigur der Innsbrucker Graffitiszene seit den 90ern, neu gestaltet. Seine markanten Charaktere verleihen dem Design eine ganz besondere Ausstrahlung.
Stark Alexander beschäftigt sich in seinen Werken mit den spannenden Schnittstellen von Wahrnehmung, Bewegung und Raum. Seine Installationen und multimedialen Arbeiten laden zur Reflexion und Interaktion ein und hinterfragen die gewohnte Wahrnehmung durch den Einsatz faszinierender Effekte, wie z. B. dem Moiré-Effekt. Damit schafft er dynamische, lebendige Räume, die einen Dialog zwischen Betrachter und Umgebung anregen.
Schriftinstallation: „roll it“ Clemens Bartenbach
Diese Schriftinstallation präsentierte die handgezeichnete Schrift „roll IT“, die auf kreative Weise mit der Form und Dynamik der Schrift spielte. Sie brachte eine besondere Ästhetik in den Raum und lud die Betrachter ein, die Buchstaben als Kunstwerk zu erleben.
Robert "TRUS" Wilhelm
Gruppenausstellung: „Out of Curiosity“ 2013
Nicht nur in der Stadt leben, sondern mit der Stadt leben und die Stadt leben. Ob Dérive, eine von den Situationisten geprägte Technik, die sich mit der ungeplanten, durch unterbewusste ästhetische Reize, kontrollierten Reise durch die Stadt und Umgebung beschäftigt, bis zu Subkulturen des 20. Jahrhunderts wie Graffiti oder Urban Exploration – alle ausstellenden Fotografen legen ihren Fokus auf einen Zugang zur Stadt, der sich von dem des Normalbürger, nicht nur durch die frequentierten Orte aber auch durch ein erhöhtes Bewusstsein aber auch durch andere Aspekte unterscheidet. Die gezeigten Aufnahmen sollen eben diese Unterschiede aufzeigen und dem Betrachter einen Blick hinter die Kulissen und Oberflächen bieten. Out Of Curiosity In Innsbruck
A Group Photo Exhibition Blasius Brown, Philipp Freedrich, Peter Füzfa and Daniel Künzler
Komm wir gehen ins Kino
Unter dem Motto „Komm wir gehen ins Kino“ besprayten die Künstler Fresher und Bartl eine Kino-Leinwand, die anschließend in unseren Räumlichkeiten ausgestellt und gehängt wurde. Die Installation verwandelte die Leinwand in ein einzigartiges Kunstwerk, das die Grenzen zwischen Kino, Graffiti und urbaner Kunst verschwimmen ließ.
Dokumentarische Ausstellung: Fotoarchiv „Innbrücke“ 2012
Die Ausstellung präsentierte analoge Fotografien aus dem Fotoarchiv „Innbrücke“, die Graffiti aus Innsbruck aus den Jahren 1998 bis 2003 dokumentieren. Sie bot einen faszinierenden Einblick in die urbane Kunstszene dieser Zeit und hielt die Entwicklung der Graffiti-Kultur in Innsbruck fest.
Erste Einzelausstellung: Stefan Schwarzenauer – „Cyber vs Nature“ 2011
Die erste Einzelausstellung in der galerie oans präsentierte 2011 das Werk von Stefan Schwarzenauer mit dem Titel „Cyber vs Nature“. Eine beeindruckende Auseinandersetzung mit der Spannung zwischen Technologie und Natur, die die Besucher zum Nachdenken über die Wechselwirkungen in unserer modernen Welt anregte.
Ecko Jam Innsbruck, Oktober 2011
Renovierungsarbeiten 2011 – in Eigenregie Im Jahr 2011 führten wir die Renovierungsarbeiten in der galerie oans in Eigenregie durch. Mit viel Leidenschaft und Engagement haben wir den Raum selbst gestaltet, um eine einzigartige Plattform für Kunst und Kultur zu schaffen.